Jeder Krypto-Kunde wird jetzt gemeldet. Wir gehen dagegen vor.
Die EU-Richtlinie DAC8 verpflichtet Börsen, Broker und Apps, dem Finanzamt jedes Jahr zu melden, wer du bist und wie viel du gehandelt hast, ganz ohne Verdacht.
Dann bist du betroffen.
- Ans Finanzamt: jedes Jahr Name, Anschrift, Geburtsdatum, Steuernummer und Steuerwohnsitz, dazu je Kryptowert die Jahressummen deiner Käufe, Verkäufe, Tauschgeschäfte und Übertragungen. Was du auf deine eigene Wallet überträgst, bei der nur du die Schlüssel hast, steht als Summe darin, ohne Wallet-Adresse.
- Beim Anbieter: Ausweis, Wallet-Adressen und einzelne Transaktionen. Die Geldwäschevorschriften verlangen, sie derzeit bis zehn Jahre nach Ende der Kundenbeziehung aufzubewahren.
- Wann: Anbieter in Österreich melden zum ersten Mal bis 31. Juli 2027. Wohnst du in Deutschland oder einem anderen EU-Staat, geht die Meldung bis 30. September 2027 an die Steuerbehörde dort.
Dann meldet DAC8 dich nicht.
- Das gilt, solange du nie über eine Börse, einen Broker oder eine App kaufst oder verkaufst.
- Kaufst du doch dort und holst die Bitcoin in deine eigene Wallet, steht der Wert dieser Übertragungen in der Regel als Summe in der Jahresmeldung des Anbieters, ohne Wallet-Adresse.
- Warst du 2020 oder später Kunde bei einem Anbieter, muss er Ausweis, Wallet-Adressen und Transaktionen nach den Geldwäschevorschriften derzeit bis zehn Jahre nach Ende der Kundenbeziehung aufbewahren.
Das hängt davon ab, wo du kaufst.
- Als Anbieter gelten Börsen, Broker und Apps, bei denen du Kryptowerte kaufst oder verwahren lässt, auch Banken mit Krypto-Angebot.
- Dein Anbieter muss dich informieren, bevor er zum ersten Mal meldet.
Was mit deinen Daten passiert
Max ist erfunden, die Fälle sind echt.
Deine Daten liegen an immer mehr Stellen.
Börse: Ausweis und Geschäfte. Wallet-Hersteller: Lieferanschrift beim Gerätekauf. Steuertool: Daten mehrerer Börsen und Wallets. Und sie geben Daten weiter, an Stellen, die du nie ausgesucht hast.
Ab 2027 meldet dich die Börse jedes Jahr automatisch.
Ans Finanzamt, ohne Wallet-Adressen. Die Börse muss die Meldedaten zehn Jahre nach dem betreffenden Kalenderjahr löschen. Andere Kundenunterlagen können länger bleiben.
Ohne Wallet-Adressen. Meldedaten: Löschung nach zehn Jahren. Andere Kundenunterlagen können länger bleiben.
Gespeichert, gehackt und verkauft.
Börsen, Steuertools, Wallet-Hersteller und Finanzverwaltungen haben solche Daten schon verloren. Nach einem Datenleck fehlt nichts, aber deine Daten liegen in fremden Händen, für immer.
Nach einem Datenleck liegen deine Daten in fremden Händen, für immer.
Aus den Daten wird eine Zielliste.
Sortiert nach Bestand, mit Wohnadresse.
Dein Profil wird zum Angriffsziel.
Bitcoin in der eigenen Wallet ist wie Bargeld daheim: deine Sache.
Wie Bargeld daheim: Niemand sollte wissen, wer wie viel hat.
Max ist erfunden, die Fälle sind echt.
Coinbase · Börse · 2025
Betrogen mit echten Kundendaten.
Bestochene Support-Mitarbeiter kopierten Kundendaten bis hin zu Ausweisbildern und Kontoständen. Betrüger gaben sich danach als Coinbase aus und brachten Kunden dazu, ihnen Geld zu überweisen. Coinbase schätzt die Kosten samt Entschädigungen auf 180 bis 400 Millionen Dollar. Auch in Österreich nahm danach das Phishing in Coinbases Namen zu.
Alle Datenlecks mit QuellenWaltio · Krypto-Steuerdienst · 2026
Steuerdaten als Zielliste.
Beim französischen Krypto-Steuerdienst gelangten E-Mail-Adressen, Gewinne und Verluste sowie Jahresendbestände der Kunden in fremde Hände. Laut französischer Polizei nutzen Täter die Daten, um Opfer für Gewalttaten auszuwählen, und irren sich dabei teils über deren tatsächliche Bestände.
Alle Datenlecks mit QuellenLedger · Hardware-Wallet-Shop · 2020
Die Wohnadressen von 272.000 Wallet-Käufern.
Aus dem Onlineshop des Hardware-Wallet-Herstellers gelangten Namen, Anschriften und Telefonnummern ins Netz. Es folgten Phishing-Mails und SMS, die nach der Wiederherstellungsphrase fragten. In einer Umfrage der Universität Innsbruck berichteten 93 von 104 Betroffenen von Betrugsversuchen, 33 von Erpressungsdrohungen.
Alle Datenlecks mit QuellenFrankreich · Finanzverwaltung · 2026
Die Finanzverwaltung verliert zweimal.
Mit gestohlenen Zugangsdaten von Beamten zogen Angreifer im Februar 1,2 Millionen Datensätze aus dem nationalen Kontenregister, mit IBAN, Namen und Anschrift. Im Sommer folgten Daten zu Einkommen, Anschrift und Grundbesitz von 678.000 Menschen und Unternehmen aus dem Steuersystem.
Alle Datenlecks mit QuellenGefährlich wird es, wenn bekannt ist, wer wie viel hat.
Anbieter, Steuertools und Behörden haben solche Daten schon verloren, zusammengezählt über rund 46 Millionen Menschen. In der EU wurden 2026 bisher 64 Angriffe auf Krypto-Besitzer öffentlich bekannt, im ganzen Jahr 2025 waren es 45. Die wirkliche Zahl ist höher: Allein in Frankreich zählte das Innenministerium im ersten Halbjahr 2026 bereits 77 Entführungen, Freiheitsberaubungen und Erpressungen oder Versuche.
Es geht um mehr als Steuern.
-
Wir verteidigen Selbstverwahrung.
Bitcoin mit eigenen Schlüsseln zu halten ist so normal wie Bargeld daheim.
-
Privat, bis ein Datenleck Namen liefert.
Die Blockchain ist öffentlich, zeigt aber keine Namen. Verbindet ein Datenleck deinen mit deinen Wallet-Adressen, hängen auch deine früheren Zahlungen an dir.
-
Privatsphäre betrifft alle.
Auch kleine Zahlungen können zeigen, wem du spendest und wen du unterstützt.
Erst Zinsen, dann Konten. Jetzt Krypto.
Was das Finanzamt automatisch über Privatpersonen erfährt, wird seit 2005 immer mehr. Krypto-Anbieter melden jetzt auch Kunden im Inland, und die nächste Erweiterung ist schon vorgeschlagen.
- Zinsen aus dem Ausland
- Löhne, Pensionen, Immobilien im Ausland
- Konten im Ausland samt Kontostand
- Ausweis- und Kundendaten der Banken
- Einnahmen über Online-Plattformen
- Deine Kryptowerte, auch im Inland
- Zugriff auf Register, auch für Immobilien und Pensionen, geplant ab 2028
Wir bringen DAC8 vor Gericht.
Rechtsanwalt Dr. Oliver Völkel (CERHA HEMPEL) hat im Oktober 2026 als Kunde eines Anbieters Beschwerde eingebracht. Wir sind überzeugt, dass die Erfassung aller Kunden ohne Verdacht gegen Grundrechte verstößt.
- Anbieter
- Datenschutzbehörde Jetzt
- Bundesverwaltungsgericht
- VfGH / EuGH Hier fiel 2014 die Vorratsdatenspeicherung.
In den Medien
Alle 8 Beiträge-
Video · 41 Min.
Was Bitcoin bringt
„Leib & Leben in Gefahr“ – Krypto-Anwalt zieht vor Gericht!
Mit Dr. Oliver Völkel
-
Video · 27 Min.
Blocktrainer
ANWALT KLAGT gegen EU-BITCOIN-ÜBERWACHUNG! 💥 Wird DAC8 jetzt gekippt?
Mit Dr. Oliver Völkel
-
Artikel
Eine Initiative von Bitcoin Austria, gemeinnütziger Verein aus Wien Stand des Verfahrens